Gemeinde Unterensingen

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Aktuelles

Komm-In Markt macht Gewinn

Birgit Seefeldt (links), Bürgermeister Friz (rechts)
Birgit Seefeldt (links), Bürgermeister Friz (rechts)

Nach leichten Verlusten in den beiden letzten Jahren konnte die KOMM-IN Markt Genossenschaft Unterensingen eG im vergangenen Jahr wieder einen leichten Gewinn erzielen. Trotzdem müssen noch mehr Kunden davon überzeugt werden, dass die Sicherung der Nahversorgung nur durch „Einkaufen in Unterensingen“ zu machen ist. Birgit Seefeldt ist die Nachfolgerin im Aufsichtsrat von Désirée Kurzka. Das ist das Ergebnis der letzten Genossenschaftsversammlung.

Vorstand Günther Thumm gab den Jahresabschluss 2012 bekannt. Bei nur geringem Umsatzanstieg ist das Ergebnis von -8.314 € in 2011 auf +4.190 € in 2012 gestiegen. Ermöglicht wurde dies vor allem durch geringere Einkaufs- und Personalkosten. 148 Mitglieder halten 303 Anteile a 100 €, womit sich das gezeichnete Kapital von 29.700 € auf 30.300 € erhöht hat. Immer mehr Mitglieder erkennen, dass ein Verzinsung von 5 % bei geringem Risiko anderweitig nur schwer zu erzielen ist.

Die Umsätze pro Einkauf sind zwar weiter angestiegen aber gleichzeitig ist die Anzahl der Einkäufe/Kunden pro Monat zurückgegangen, so dass unterm Strich nur ein leichtes Umsatzplus zum Vorjahr zu  verzeichen war. Die neuen Märkte in der Umgebung dürften einige Kunden abgezogen haben. Die Situation werde sich weiter verschärfen, wenn demnächst auch der neue REWE Markt in Wendlingen auf dem ehemalige Behr Gelände eröffnet wird. Dies gelte nicht nur für den KOMM-IN Markt sondern für alle Geschäfte in Unterensingen.

Trotzdem spricht viel für den Einkauf im KOMM-IN. Das Preiswert-Segment „Jeden Tag“ werde stetig ausgebaut, preislich liege der Markt auf dem Niveau der Edeka-Märkte in der Umgebung. Nach der Schließung des Schleckermarkts wurde das Sortiment um 300 Drogerieartikel auf nun über 4300 Artikel erweitert. Gemäß Aussagen der Kunden stimme die Qualität, der Markt biete viele Bio-Produkte und spezielle Erzeugnisse aus lokaler Produktion, sei zu Fuß erreichbar, um nur einige Punkte zu nennen.

Der Aufsichtsratsvorsitzende Bürgermeister Sieghart Friz betonte die vertrauensvolle, kooperative Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat. Die Kontrollfunktion über den Vorstand sei ordnungsgemäß ausgeführt worden.

Themen der vier gemeinsamen Sitzungen waren u.a. die wirtschaftliche Entwicklung und die Zukunftssicherung des Marktes, Senkung der Betriebskosten und Attraktivitätssteigernde Maßnahmen/ Veranstaltungen. Bei einem Gedankenaustausch mit dem Gemeinderat wurden insgesamt 26 Maßnahmen zur  Verbesserung der Ertragssituation des KOMM-IN Markts entwickelt und diskutiert worden. Als Sofortmaßnahme wurde der Vorschlag – „Multiplikator Effekt / Im Ort einkaufen / persönliche Meinungen bringen“ favorisiert. Im Ort bekannte Personen mit Bild und Namen sollen im  Gemeindeblatt einmal pro Monat sagen, warum sie überwiegend in Unterensingen einkaufen - im KOMM-IN Markt und in allen anderen Geschäften.

Die EnBW entfällt ab 2013 als Sponsor. Ein neuer möglicher Sponsoren wurde genannt.

Die Entlastung wurde wieder von Gemeinderat Helmut Hallass vorgenommen. Vorstand und Aufsichtsrat wurden einstimmig entlastet.

Désirée Kurzka stellte sich aus persönlichen Gründen nicht mehr zur Wahl in den Aufsichtsrat. Bürgermeister Friz würdigte Ihren Einsatz und ihr Engagement während der letzten sechs Jahre als Aufsichtsrätin und verabschiedete sie mit einem Blumenstrauß und einem Geschenkkorb. Als Nachfolgerin wurde die Gemeinderätin Birgit Seefeldt einstimmig gewählt. Dass damit auch die Frauenquote gehalten werden konnte, ist besonders erfreulich. Frau Seefeldt erklärte, dass sie sich auf das ehrenamtlich Engagement im der KOMM-IN Markt freue, wobei sie sicher auch ihre Erfahrungen als Restaurantfachfrau einbringen könne. Ebenfalls einstimmig wurde Dieter Obst für die dritte Wahlperiode von drei Jahren wieder in den Aufsichtsrat gewählt.

Weitere Themen waren der Bring Service. Max Bailly hat sich bereit erklärt, wenn mehr Kunden diesen Service in Anspruch nehmen wollen, uns damit mit seinem Fahrzeug zu unterstützen.

Für den Göckeleswagen von „Hahn im Korb“, der nicht mehr kommt, soll ein anderer Anbieter gefunden werden.

Günter Thumm merkte an, dass es völlig normal ist, dass das Engagement der Ehrenamtlichen nach so vielen Jahren zurückgeht und meinte, dass er es ganz toll finde, dass immer noch einige Damen regelmäßig zur Mithilfe in den Markt kommen. Er bedankte sich ausdrücklich noch einmal bei allen Ehrenamtlichen für ihren Einsatz.