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liebens- und lebenswerte Gemeinde inmitten der Region Stuttgart

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Kindergartenverwaltung bereitet sich auf Ausweitung der Kindernotbetreuung vor

Liebe Eltern,
 

die mehrfachen Andeutungen des Kultusministeriums, die Betreuung an den Kindertageseinrichtungen ab Montag, 18. Mai in Richtung eines reduzierten Regelbetriebs schrittweise auf bis zu 50 Prozent der Kinder auszuweiten, hat für viele Unklarheiten, Verunsicherungen und teilweise auch für Unmut und Unverständnis gesorgt.
Bislang liegen hierzu keine verbindlichen Rahmenbedingungen oder Handlungsempfehlungen vor. Maßgeblich sind daher weiterhin die Vorgaben der aktuell gültigen Corona-Verordnung (CoronaVO).
Die derzeitigen Empfehlungen der Trägerverbände gehen dahin, dass die rechtlichen Rahmenbedingungen direkt in der CoronaVO festgeschrieben werden sollen und zudem nun ein planerischer Vorlauf bis mindestens 25.5.2020 zur weiteren Abstimmung und Organisation eines reduzierten Regelbetriebs als zwingend erforderlich angesehen wird.
Entgegen der Auffassung des Kultusministeriums wird zwischenzeitlich von keinem der Trägerverbände mehr eine Ausweitung der Kindernotbetreuung ab 18. Mai als umsetzbar angesehen.
 
Nach all der zusätzlichen Verunsicherung, was denn nun tatsächlich gilt, wann es für welchen Personenkreis wieder losgehen kann und wie in Unterensingen das konkrete Angebot aussehen wird, möchte ich Ihnen vorab eine erste greifbare – wenn auch unsichere – Perspektive für Ihre Planung bieten.
Frühzeitig zu informieren birgt natürlich immer auch die Gefahr, dass die aktuell vorliegenden Informationen schnell überholt oder durch die derzeit sehr zügigen Änderungen der gesetzlichen Vorgaben teilweise auch ganz unwirksam werden können.
 
Deswegen soll diese Veröffentlichung zunächst als unverbindliche Stellungnahme der Gesamtleitung betrachtet werden.
 
 
Sachstand:
 
Momentan können Kinder im Rahmen der Notbetreuung und der erweiterten Notbetreuung (nach den Vorgaben der CoronaVO) schon die Kindertageseinrichtungen besuchen. Die Notgruppen dürfen aktuell mit maximal 50% der zulässigen Kinderzahl belegt werden.
Alle Einrichtungen befinden sich wieder in Betrieb. Dadurch kann eine Notbetreuung für die Kinder in einem gewohnten Umfeld, mit bekannten Räumlichkeiten und mit den Kindern vertrauten Erzieherinnen gewährleistet werden. Immer mehr Familien nutzen dieses Angebot. Die Betreuung findet Montag bis Freitag maximal im Rahmen der bisherigen Betreuungszeit –zum Teil bereits mit zeitlichen Einschränkungen – statt. Eine weitere Einschränkung der Betreuungszeit ist jedoch jederzeit möglich. Betreuung am Wochenende und an Feiertagen bzw. in den festgelegten Ferienschließzeiten wird nicht angeboten. Ein Verpflegungsangebot besteht ebenfalls nicht. Diese Notbetreuungsangebote bleiben bestehen und haben Priorität vor allen weiteren Öffnungen.
 
Weitere geplante Öffnung hin zu einem reduzierten Regelbetrieb:
 
Grundsätzlich gilt die CoronaVO in der jeweils gültigen Fassung. Weitere Öffnungen werden im Rahmen des Infektionsschutzes, des Arbeits- sowie Gesundheitsschutzes und der vertretbaren Möglichkeiten erfolgen. Der Gesundheitsschutz aller hat für uns oberste Priorität.
 
Hier möchte ich gerne darauf hinweisen, dass im privaten Raum deutlich mehr erlaubt ist, wir sehr eng gesteckte Vorgaben haben und ausdrücklich seitens der Ministerien angehalten wurden diese sehr strikt auszulegen. Alle Vorgaben gilt es vor Ort nochmals auf ihre Durchführbarkeit zu überprüfen.
Sofern die Betreuungskapazitäten der Einrichtungen ausreichen, um neben der Notbetreuung noch weitere Kinder aufzunehmen, soll dies im Rahmen eines geregelten Wiedereinstiegs hin zu einem reduzierten Regelbetrieb geschehen. (So sieht es auch die aktuelle Planung des Kultusministeriums vor.)
Es fallen voraussichtlich Kosten entsprechend des tatsächlichen Nutzungsumfangs, welche nachträglich in Rechnung gestellt werden, an.
 
– Hinweis: unverbindlicher Planungsstand vom 14.5.2020 –
 
Für einen reduzierten Regelbetrieb gelten folgende Maßgaben:
 
-       Kinder mit besonderem Förderbedarf sollen vorrangig betreut werden. Dieser Förderbedarf kann z.B. eine unmittelbar bevorstehende Einschulung darstellen, auf Empfehlung des Sozialen Dienstes oder ein erkannter Bedarf von den verschiedenen Helfersystemen sein. Hier sind die Trägerverbände bestrebt mit den Ministerien weitere Konkretisierungen vorzunehmen. Über den Bedarf wird dann im Einzelfall zu entscheiden sein.
 
-       Mit Blick auf die Kinder, sollte bei der Ausgestaltung der Betreuung vordergründig der soziale Kontakt zu Gleichaltrigen ermöglicht werden.
Hintergrund:
Kindern muss die Möglichkeit gegeben werden, sich gemeinsam mit Gleichaltrigen auf Entdeckungsreise zu begeben, miteinander eigene Maßstäbe zu entwickeln und sich zu messen (auch ohne Erwachsenenmaßstäben gerecht werden zu müssen), sich in Rollenspielen an anderen Kindern orientieren zu können, sowie unterschiedliche Ideen und Erlebnisse mit- und voneinander zu erfahren und im Spiel zu verarbeiten – kurz Lernmöglichkeiten, die so nur der soziale Kontakt bietet, zu nutzen. Zu diesem sozialen Kontakt gehören immer auch körperliche Nähe, sinnliche Erfahrungsmöglichkeiten, raumgreifende Bewegung und Emotionalität – gerade, wenn es sich um jüngere Kinder handelt. Dafür braucht es eine anregende Umgebung und ausreichend Platz für Bewegung innen und außen. Folglich ist das Einhalten des Mindestabstands – gerade der Kinder untereinander oder bei Kleinkindern – schlicht nicht umsetzbar.
 
-       Eine Öffnung soll für möglichst alle Kinder ermöglicht werden.
 
In diesem Wissen müssen daher den Gesundheitsschutz betreffende andere, weitreichendere Maßnahmen getroffen werden;
 
-       Wir sehen dafür die Bildung von Kleingruppen von bis zu max. 10 altersgleichen Kindern, welche sich aus konstanten Personen zusammensetzen als sinnvoll an.
 
-       Zudem wird im Vergleich zu der Zeit vor der Pandemie eine mindestens doppelt so große Fläche für die gleiche Anzahl von Menschen als notwendig erachtet.
Da je nach Einrichtung unterschiedliche Räumlichkeiten und verschiedene Personalstärken vorzufinden sind, bedarf es dazu eines gewissen Planungsvorlaufes.
 
-       Anmeldungen sollten daher – analog der Anmeldungen für die Notbetreuung? – für eine Woche im Voraus bis Mittwoch um acht Uhr bei der Gesamtleitung abgegeben werden. Die Unterlagen sollen digital unter r.koller(@)unterensingen.de oder unter gemeinde(@)unterensingen.de eingereicht werden. Alternativ ist auch die Übersendung per Post möglich. Alle Nachweise sind mit der Anmeldung vorzulegen.
Durch dieses Anmeldeprocedere wird zeitgleich die Nachverfolgung der Kontakte bei Infektionen sichergestellt.
 
-       Da weiterhin kein genereller Anspruch auf eine Betreuung oder Betreuung in einem gewünschten Umfang besteht, erfolgt die Abstimmung und Absprache rechtzeitig vorher mit den Mitarbeitern in der Noteinrichtung vor Ort. Diese erhalten alle relevanten Daten übermittelt. Anschließend erfolgt die telefonische Rückmeldung an und ggf. Rücksprache mit den Familien und der telefonische Bescheid, ob und in welchem Umfang eine Betreuung angeboten werden kann.
 
-       Die Betreuung kann jederzeit kurzfristig beendet werden.
Tritt beispielsweise der Verdacht oder eine bestätigte Coronainfektion in der Einrichtung auf, so zieht dies in der Regel eine Quarantäne für alle Beschäftigten, Kinder und deren Eltern nach sich.
 
 
Weitere Maßnahmen:
 
-       Wir tragen dafür Sorge, dass zum einen die Gruppen im Haus streng räumlich getrennt sind. Zum anderen, dass Gemeinschaftsräume abwechselnd genutzt und hygienekritische Flächen entsprechend der Hygienevorschriften verstärkt gereinigt werden.
 
-       Um das Risiko einer Ansteckungsgefahr möglichst gering zu halten, ist es wichtig, dass die Kinder möglichst sicher nicht unter einem Corona- Infekt leiden, wenn sie kommen. Da für Krankheitsverläufe mit dem Coronavirus bei Kindern noch keine valide Datenlage vorliegt und die Unterscheidung zu anderen grippalen Infekten und grippeähnlichen Erkrankungen nur schwer zu treffen ist, haben wir uns für eine Ausweitung der Betrachtung entschlossen:
 
-       Sofern ein Kind an unserem reduzierten Regelbetrieb teilnehmen möchte, erwarten wir von seinen Erziehungsberechtigten die Bestätigung, dass seit mind. 48 Stunden keines der Mitglieder im Haushalt des Kindes über 37 Grad Körpertemperatur hat oder unter Husten oder Atemnot leidet. Wir erwarten außerdem jederzeit die Möglichkeit einer kurzfristigen Abholung bei Auftreten solcher Symptome in der Kita, sowie die Zusicherung, dass sobald eines der Symptome daheim auftritt, die Eltern die Kita informieren und ihr Kind von dem reduzierten Regelbetrieb abmelden, bis alle Haushaltsmitglieder wieder mind. 48 Stunden symptomfrei sind. Wir werden bei Nichteinhalten dieser Regelung die Kinder konsequent vom weiteren Besuch der Kita ausschließen.
 
 
Diese Kriterien stellen den unverbindlichen Planungsstand dar und sind als vorübergehende Kriterien zu verstehen. Insbesondere falls die für morgen erwartete, neu überarbeitete CoronaVO andere bzw. konkretere Kriterien vorsieht, behalten wir uns das Recht vor, diese Nutzungsbedingungen jederzeit ohne vorherige Benachrichtigung zu aktualisieren. Die jeweils aktuelle Version der Nutzungsbedingungen und die CoronaVO können auf der Webseite der Gemeinde eingesehen werden. Dort sind auch die zur Anmeldung notwendigen Anmeldeunterlagen als Download verfügbar.
 
 
 
Mit freundlichen Grüßen
 
Raphael Koller
Gesamtleitung