Unsere Naturschutzgebiete

Gegenstand der Naturschutzgebiete, die bereits in den frühen 80er Jahren festgesetzt wurden, sind die Unterensinger Baggerseen (Röhmsee und Schülesee). Diese entstanden durch das Graben nach Kies, welches in Unterensingen bereits in den 30er Jahren begann. Mit dem im Jahr 1934 beginnenden Autobahnbau erreichte die Kiesausbeute eine bisher nicht gekannte Dimension. Nahezu ungebremst mündete die Kieskonjunktur in die Bunkerbauwelle des 2. Weltkriegs. Auch nach dem Kriegsende gab es nur eine kurze Atempause, da Brücken, Häuser, Fabriken und vieles andere wieder aufgebaut werden mussten. Dann setzte der Wohnungsbau ein.

Die Wunden, welche aufgrund des Kiesabbaus in die Talaue geschlagen wurden, nannte man Baggerseen. Ökologisch gesehen begannen diese Seen allmählich die früheren überschwemmungsbedingten Lachen, auch Altlachen genannt, zu ersetzen. Gerade aber die Geschichte der Unterensinger Baggerseen zeigt, dass im ersten Nachkriegsjahrzehnt von einem Ökologiebewusstsein keine Rede sein konnte.
Eine Ausnahme bildete lediglich der alte Baggersee, welcher bereits im Jahr 1954 zum Schutz der Vogelwelt teilweise gesperrt und 1956 als Vogel- und Naturschutzgebiet ausgewiesen wurde.
Um Störungen zu vermeiden, beschloss der Gemeinderat, den Weg um den See für den Kraftfahrzeugverkehr ganz zu sperren. Als Schlusspunkt dieser Entwicklung ist die Unterschutzstellung des Seegebiets zu sehen.

Besonders erwähnenswert ist die "größte Seerosenzucht Europas", welche mittlerweile im Grienwiesensee (Schülesee) beheimatet ist.