Kleindenkmale

In der Gemeinderatssitzung am 06. Juni 2011 hat Günter Kaßberger die Dokumentation über Kleindenkmale präsentiert. Diese hat er als ehrenamtlicher Kleindenkmalbeauftragter nach über einem Jahr Arbeit im Frühjahr 2011 fertigstellen können. Im September 2011 folgte eine Führung für alle Interessierten. Die Dokumentation kann im Rathaus bei Frau Becker (Zimmer 5) eingesehen werden.

Was sind eigentlich Kleindenkmale?

Kleindenkmale sind meist freistehend, ortsfest, klein und individuell von Menschenhand aus beständigem Material gefertigt. Sie sind Dokumente des Lebens und des Wirtschaftens in der Kulturlandschaft. Deshalb dienen sie oftmals einem bestimmten Zweck:

  • Sie erinnern an Personen oder Begebenheiten,
  • markieren Rechte und Pflichten,
  • grenzen Eigentum und Zuständigkeiten ab,
  • erfüllen Funktionen im Alltag,
  • bezeugen den Glauben.

 Informationen zur Dokumentation

  • erfasst wurden ca. 100 Objekte, z.B. Portalinschriften, markante Steine, Gedenkstätten, interessante Gemarkungsgrenzsteine, Skulpturen und Malerien
  • ältestes erfasstes Objekt ist ein Markungsgrenzstein zu Neuhausen auf den Fildern aus dem Jahr 1577

Beispiele:Schneiderhäusle: Schutzgebäude für Mensch und Tier, 18./ 19. Jahrhundert

Schneiderhäusle:
Schutzgebäude für Mensch und Tier (18./ frühes 19. Jahrhundert)

 

 

 

 

Bushaltestelle Esslinger Straße

Bushaltestelle Esslinger Straße:
bemalt von Max G. Bailly mit Motiven zur Partnerschaft mit dem südungarischen Dorf Mecseknádasd (Baujahr: 1990, künstlerische Gestaltung: 1996)

 

 

 

 

Gestalterische Details am Haus HöheGestalterische Details am Haus Höhe:
sogenanntes Schwarzwaldhaus. 1912 erbaut vom Landwirt Gottlieb Kemmner (Bruder vom Maler Gustav Kemmner).

1 Detail: Portalinschrift mit Initialen des Bauherrn eingefasst vom Baujahr.

 

 

 

 

 

Brunnen in der Neuen OrtsmitteBrunnen in der Neuen Ortsmitte:
von Bildhauer Gottfried Gruner gestaltet im Jahr Jahr 1991 und heute im Volksmund auch als "Raketenbrunnen" bekannt.

Gestaltung verweist auf die jahrhundertealte Mühlentradition Unterensingens.  

 

 

 

 

 

Malerei am FeuerwehrhausMalerei am Feuerwehrhaus:
St. Florian löscht das brennende Unterensinger Rathaus, darüber die Inschrift "Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr".

Künstlerische Gestaltung von Veit Hartleb: 2000, renoviert: 2007

 

 

 

 

 

 

Gestalterische Details am Bürgerhaus

Gestalterische Details am Bürgerhaus:
Gebäude erbaut 1879/80.

Aus dem Sandstein wurden verschiedene Schmuckelemente, wie beispielsweise diese Rosette, herausgearbeitet.

 

 

 

 

Gestalterische Details am Rathaus

Gestalterische Details am Rathaus:
Rund um das Rathaus befinden sich verschiedene gestalterische Details wie beispielsweise dieses Pflasterbild am Rathauseingang in Mühlradform aus dem Jahr 1977.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Grenzstein zur Markung Nürtingen-Zizishausen

Grenzstein zur Markung Nürtingen-Zizishausen

Grenzstein zur Markung Nürtingen-Zizishausen:
"Z" und Hirschgeweih zeigt in Richtung Gemarkung Unterensingen, "UE" in Richtung Gemarkung Zizishausen.

Der Stein wurde höchstwahrscheinlich herausgenommen und falsch wieder eingesetzt.

 

 

 

Kriegerdenkmal für die gefallenen Soldaten des 2. Weltkrieges

Kleindenkmale im Kirchhof:
Hier gibt es beispielsweise das Kriegerdenkmal für die gefallenen und vermissten Soldaten des 2. Weltkrieges.

Das 1959 erstellte "Ehrenmal" besteht aus einem lang gezogenen ungleichseitigen Pyramidenstumpf und beinhaltet die Inschrift "GIB FRIEDEN HERR GIB FRIEDEN", darunter in kleineren Buchstaben "ZUM GEDENKEN AN DIE OPFER DES KRIEGES".

 

 

 

 

 

Stein-Skulptur

Stein-Skultpur:
Die stilisierte Frauengestalt wurde vom Bildhauer János Ruppert aus der ungarischen Partnergemeinde Mecseknádasd (Nadasch) im Jahr 1996 gestaltet. Sie befindet sich in der Kelterstraße.